Tipps Rund ums Grillen – Die Glut macht´s

Tipps Rund ums Grillen – Die Glut macht´s

Die Glut macht´s!

Woran ihr geeignete Grillkohle erkennt, wie sie richtig angezündet wird und welche neuen Modelle der Grillmarkt bietet, zeigt euch Barbequeexperte ELMAR FETSCHER.

Dass Spiritus oder Benzin nicht die geeigneten Brennflüssigkeiten sind, um Grillkohle oder -briketts anzuheizen, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Es gibt unterschiedlichste Anzündhilfen in flüssiger (auf Mineralöl oder Paraffin-Basis), gelartiger (stark eingedickter Alkohol oder Paraffine) oder fester Form (meistens wachs- oder paraffingetränkte Holzfasern), die TÜV und DIN-EN geprüft sind.
Damit lässt sich die Grillkohle auf sichere Art und Weise entzünden. Damit diese keinen unerwünschten Geschmack auf dem Grillgut hinterlässt, ist es wichtig, dass sie gänzlich verbrannt ist, bevor das Wildbret oder Gemüse auf den Rost kommt.

Holzkohle wird in zwei Verfahren hergestellt. Durch Carbonisierung des Holzes in einem Meiler und per Retortenverfahren, bei dem Holz (zumeist Buche) nach der Trocknung in einer Hitzekammer bei 450
bis 550° C langsam carbonisiert wird. Holzkohlebriketts sind nichts anderes als einfacher Holzkohlestaub, der mit Hilfe von  Stärke zu Briketts gepresst wird. Während die Holzkohle verhältnismäßig
leicht entzündbar ist und schon nach rund 20 Minuten eine schöne Glut entwickelt, brennen Briketts zunächst um einiges zäher an. Dafür glühen sie aber nahezu dreimal so lange wie Holzkohle und entwickeln auch eine größere Hitze. Aber aufgepasst: Bei der im Handel als „Grillkohle oder -brikett“ bezeichneten Kohle handelt es sich häufig nur um gepressten Braunkohlestaub. Nur, wenn der Beutel oder Sack ein DIN-CERTCO Zeichen trägt, kann man sicher sein, echte Grillholzkohle oder -briketts zu kaufen.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Die Asche der gepressten Grillkohle ist bräunlichgelb, die der Grillholzkohle weißgrau. Eine Alternative zu klassischen Grillbriketts sind aus Kokosschalen gewonnene
Kokosbriketts. Sie glühen bis zu drei Stunden und haben eine sehr konstante Hitzeentwicklung. Achten Sie beim Kauf von Holzkohle auf eine gute Stückelung und machen Sie dazu den „Klirrtest“: Je deutlicher die Kohle in der Packung beim Anheben klirrt, desto besser ist die Qualität.

Die Glut macht´s!

Die Top 5 der Holzkohlegrills

Mit dem Weber One-Touch Premium hat der Hersteller seinen Klassiker entstaubt und aufgewertet. Eine rückenfreundliche Arbeitshöhe erlaubt auch ein längeres Stehen am Grill und das One-Touch-System aus Edelstahl vereinfacht die Temperatursteuerung, ohne dass dafür der Grillrost in der Höhe verstellt werden muss. Info: www.weberstephen.de Preis: ab 269 Euro

Die Fans des Thüros 1 aus der gleichnamigen Grillschmiede lieben das kantige Erscheinungsbild dieses Kaminzuggrills aus Edelstahl. Serienmäßig ist er mit einer Kohleschale aus FAL-Blech und einer
Aschelade aus Edelstahl ausgestattet. Interessant sind auch die Ausbauoptionen des Grills zum Räuchern oder Spießgrillen. Info: www.thueros.de Preis: ab 132 Euro

In ansprechender Optik kommt der Landmann Black Pearl Select daher. Auffallend sind besonders die praktischen Seitenablagen. Einzigartig – und bei einem Kugelgrill ungewöhnlich – ist der höhenverstellbare Rost. Dadurch erreicht man beim direkten Grillen ein etwas breiteres Temperaturspektrum. Info: www.landmann.de Preis: ab ca. 250 Euro

Das Keramikei wird auch bei Grillfreunden immer beliebter. Mit dem Allrounder ist vom Räuchern bis zum Pizzabacken alles möglich. Wegen der wärmespeichernden Keramikschicht benötigt man beim
Grillen nur wenig Kohle. Eine praktische Räucherschiene macht den klobigen Grill zu Räucherofen. Info: www.monolith-grill.de Preis: 995 Euro

Ein besonderes Grill- und Barbeque-Erlebnis verspricht das Modell Geos von Landmann. Modern im Design und mit einer guten Ausstattung für alle Fälle – vom Erdspieß bis zum Feuerschalenstativ – erfüllt der Geos alle „Schwenkerträume“ und eignet sich nicht nur für den Schwenkbraten. Info: www.landmann.de Preis: ab ca. 120 euro

Tipp: Komfortabel Anzünden
Einfach und schnell (je nach Hersteller und Modell bis zu 30 Minuten) lassen sich Holzkohle oder -briketts in einem Anzündkamin zum Glühen bringen. Dafür wird der Anzündkamin einfach auf den Bodenrost des Grills oder auf eine alte Terrassenplatte gestellt und mit Heizmaterial bestückt. Anschließend werden zwei, drei feste Grillanzünder darunter gelegt und angezündet. Nach ungefähr einer halben Stunde sind Holzkohle oder Briketts durch den Kamineffekt grillbereit und können in den Grill geschüttet werden. Praktisch ist so ein Anzündkamin auch, wenn die erste Ladung Grillkohle für die ganze Grill- oder Barbecueparty nicht ausreicht und nachgelegt werden muss: Die Kohle zum Nachschütten kann schon vorab im Kamin vorbereitet werden, so dass ein Weitergrillen ohne Unterbrechung möglich ist.

Jetzt wird’s heiß: Um eine brauchbare Glut im Grill zu erzeugen, sollten anfangs nicht zu viele Holzkohlestücke auf einmal brennen. Zwei Hände voll genügen, um diese mit Grillanzündern so lange brennen
zu lassen, bis sich eine erste Glut bildet. Erst dann sollten weitere zwei Hände voll Kohle dazugegeben werden. Alternativ kann man jetzt auch Grillbriketts an die erste Holzkohleglut legen. Sobald die
zweite Schicht wieder Glut gebildet hat, kann nach diesem „Schichtprinzip“ so lange weiter verfahren werden, bis genügend Kohle oder Briketts im Grill liegen. Damit sich die Glut gleichmäßig verteilt,
sollte man dringend für ausreichend Luftzufuhr von unten sorgen und alle Lüftungsschieber öffnen! Die Holzkohlestücke oder -briketts sind dann grillfertig vorgeglüht, wenn alle Stücke mit einer feinen
grauen Ascheschicht überzogen sind und man die Hand maximal drei Sekunden lang eine handbreit über dem Rost halten kann.
Wer nur mit Briketts grillen möchte, schichtet mit diesen einige kleine Pyramiden in seinem Grill auf und legt dabei jeweils einen Grillanzünder in die Pyramidenmitte. Sobald die Pyramiden glühen,
wird die Kohle verteilt. Sollte während des Grillens die Kohle nicht ausreichen, kann neue nachgelegt werden. Allerdings muss dann das Grillen so lange unterbrochen werden, bis diese ebenfalls
wieder mit einer feinen grauen Ascheschicht überzogen ist.

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Author: Admin

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