O-Töne Jagd

Peter Diekmann Stellvertretender Chefredakteur JAGEN WELTWEIT, Redakteur DJZ

Warum jagen wir eigentlich ? Hier findet Ihr einige O-Töne aus der Redaktion.

 

Ich bin unendlich froh, den archaischen Jagdtrieb in mir zu tragen. Keineswegs überpassioniert, verbringe ich auch gerne einmal den Abend daheim oder unterwegs. Doch bin ich immer wieder froh, wenn mein Jagdtrieb mich in Wald und Feld treibt, um Jagd, Wild und Natur zu erleben. Das „Beute machen“ ist dann kein Muss, aber der Höhepunkt dieser mit Sicherheit schönsten Passion. Und eigens erlegtes Wild: Was kann es schöneres sowie schmackhafteres geben? Allein das treibt mich in den Busch.

Der Jagdtrieb, die Passion, das Erleben, die Spannung, das Beute machen, der Genuss – all das macht Jagd für mich aus!

Schon als Kind hat mich das Wild der heimatlichen Feldmark fasziniert: äsende Rehe auf den Knicks (Wallhecken), gockende Fasane im Reet, in den uralten Hünengräbern brütende Brandgänse. Deshalb bin ich, sobald das erlaubt war, als Treiber mitgegangen. Wenn dann beim Überspringen der Marschgräben mit dem Klootstock ein Hase hoch wurde oder Reineke sein Heil in der Flucht suchte und dabei jede Deckung ausnutzte, war der Beutetrieb geweckt. Den müssen wir kriegen! Nur nichts durch die Wehr lassen!

Der Jagdschein ermöglichte das aktive Beutemachen und – ein Riesenvorteil zum Treiberdasein – die Versorgung mit frischem Wildbret. Beide Aspekte ziehen mich noch heute raus ins Revier: Erfolgreich jagen und anschließend gesund sowie unglaublich lecker genießen – was will man mehr?!

Markus Deutsch Redakteur WUH

Heiko Hornung Chefredakteur WUH

Diese Frage ist für mich keine. Meine Antwort kann nur lauten: Weil es mir im Blut liegt. Zunächst waren es vielleicht nur die Trophäen im Wohnzimmer meines Großvaters, die mein kindliches Interesse weckten, dann das Erlebnis meiner ersten Treibjagd. Spätestens seit damals wusste ich, dass Jäger-sein mein Da-sein ist. Diese Leidenschaft ist wie die Liebe ein Teil meiner Person. Alles, was damit zu tun hat, sei es ein Ansitz, eine besondere Beute, mein Hund oder das Zusammensein mit Freunden, erfüllen mich mit Freude, Wohlbefinden, Glück und Freiheit.

Aller guten Dinge sind drei:

1. Alle meine Vorfahren waren Jäger. Mit Bewährtem soll man nicht brechen.

2. Leben ist Jagd, und Jagd ist Leben.

3. Tausche ich den PC mit der Flinte, den Kuli mit dem Zielfernrohr, gelten für mich nur noch glühende Leidenschaft und jauchzendes Glück, die nicht mehr fragen nach einem Warum, Weshalb oder Wieso.

Rolf Roosen Chefredakteur DJZ/JWW

Peter Schmidt Redakteur WUH

Die Jagdleidenschaft und einen nahezu unstillbaren Zug zur Natur habe ich von meinem Vater. Mit vier Jahren ging ich mit ihm Angeln, Pilze sammeln, als Zuschauer zu Forstarbeiten und das erste Mal zur Jagd. Ich werde den Moment nie vergessen, als er mir zuflüsterte, ich solle meine Ohren ganz fest zuhalten. Dann erlegte er einen Überläufer aus einer gemischten Rotte. Seitdem wollte ich nur zwei Dinge: Jäger und Förster werden. Was mich letztendlich zum Arbeiten, Jagen und Genießen raus in den Wald zieht, kann ich schwer beschreiben. Dieser Drang, diese Zufriedenheit liegt jenseits von dem, was Worte beschreiben können.

Die jahreszeitlichen Stimmungen intensiv miterleben, die Emotionen vor und nach dem Schuss spüren, die Freude beim Arbeiten mit Wildbret empfinden, den Rehbraten gemeinsam mit Freunden genießen – all das ist für mich Jagd. Gerade diese unermessliche Vielfalt macht sie für mich so spannend, dieses Immer-wieder-Neues-entdecken.

Ich stamme aus keiner Jägerfamilie. Und ja, es gab einige kritische Stimmen, als ich mit meinem Plan, die Jägerprüfung angehen zu wollen, um die Ecke kam. Ganz ehrlich gesagt: Ich bin heilfroh, mein Vorhaben trotzdem durchgezogen zu haben. Denn ich bin mir sicher, dass mein Leben um einige wunderschöne Momente ärmer wäre. Und glauben Sie mir eines, die einst kritischen Stimmen sind mittlerweile zu sehr wohlwollenden geworden. Zu sehr schmeckt ihnen das, was ich von da draußen immer wieder mitbringe.

Simon Obermeier Redakteur WUH

Thore Wolf Chef vom Dienst WILD UND HUND

Jagen und Angeln sind für mich mehr als nur Hobbies. Beides ist Berufung, Leidenschaft und Passion zugleich. Selbst erlegtes Wildbret zu genießen, ist purer Luxus. Aufgewachsen in einer Jägerfamilie, war es für mich selbstverständlich, mit 16 Jahren den Jagdschein zu machen. Die Frage eines Prüfers, warum wir die Jägerprüfung ablegen möchten, wollte ich nicht, wie die meisten anderen mit „Wildbestandsregulierung“ oder „Aktivem Naturschutz“ beantworten. Mir blieb nur eine Antwort: „Weil ich jagen will!“

Von Kindesbeinen an verschlang ich jegliche Jagdliteratur im Elternhaus und versuchte mich begeistert in der Fischwaid. Später machte ich das grüne Abitur. Während des Forststudiums standen mir dann alle Türen offen. Es galt Reviere zu betreuen und die Wochenenden auf einfachen Schwarzwälder Jagdhütten zu verbringen. Hier konnte ich meine jagdlichen Träume leben, und den Alltag hinter mir lassen. Die Zufriedenheit, die man nach erfolgreicher Pirsch empfindet, ist schwer in Worte zu fassen.

Doch Jagd ist für mich mehr als reine Passion und Beute machen. Das Waidwerk ist ein nicht mehr wegzudenkender Teil von mir und meinem Leben geworden.

Tobias Thimm Redakteur WUH

Markus Lück Redakteur DJZ

Jagd, das ist ein absolutes Muss für mich. Von Kindesbeinen an den Vater erst beim Angeln und danach auf der Jagd begleitet, war der Weg vorbestimmt. Auch ich wollte den Jagdschein machen – selbstverständlich so früh es ging. Also mit 15 den Jagdscheinkurs begonnen und seitdem bin ich Jäger. Für mich gibt es nichts spannenderes als dem Wild nachzustellen. Beutemachen ist zwar der krönende Abschluss, aber keineswegs ein Muss. Bei keiner anderen Freizeitbeschäftigung ist man so intensiv auf die eigenen Sinne angewiesen.

Spannung, Emotionen, Action, all das und vieles mehr macht Jagd für mich aus. Es führt kein weg daran vorbei!

Als ich mit vier Jahren meinem Vater geholfen habe, das Haupt vom Träger seines Lebensbockes abzuschärfen, stand für ihn fest: Der wird mal Jäger. Meine Passion war geweckt und ich begleitete ihn immer wieder beim Ansitz, sammelte meine ersten Jagderlebnisse. Heute ist für mich das Jagen eine Entschleunigung des teils hektischen Alltags. Eine Zeit, Kraft zu schöpfen und Ausgleich zu finden. Letztendlich aber auch Beute zu machen und selbst erlegtes Wildbret zu genießen.

Bernd Helbach Redakteur WUH

Falk Haacker Online Redaktion DJZ

Weil ich Spaß dran habe. Die Frage, ob ich jagen soll, hat sich für mich nie gestellt. In einem Jägerhaushalt aufgewachsen, begeistert mich die Jagd, mit allem was dazu gehört, bereits von Kindesbeinen an. Das „Grüne Abitur“ zu machen war für mich eine Selbstverständlichkeit. Auch wenn das inzwischen 20 Jahre zurückliegt, an meiner Passion hat sich nichts geändert.

Während meine Mutter das Haus auf Hochglanz brachte und das Mittagessen vorbereitete, packte mich mein Vater an jedem Wochenende auf den Kindersitz seines Fahrrads und fuhr mit mir in den Wald.

Dort gab es nicht nur Schwarz-, Reh- und Damwild zu bestaunen, auch das weitschallende „Tok-Tok“ des Spechtes fesselte mich. Das ist nun 45 Jahre her. Die frühe Prägung auf Wald, Wild und seine Zusammenhänge hält ein Leben lang. Und will man sie ausleben, ist das Jagen in freier Natur nur logische Konsequenz. Die heimliche Pirsch, der ausdauernde Ansitz, das Ansprechen sowie Erlegen des Wildes und das anschließende Zurechtmachen und Genießen ist mir ein tiefes inneres Bedürfnis geworden. Heute beobachte ich meinen kleinen Sohn, wie er mit großen Augen dem „Tok-Tok“ lauscht.

Hans Jörg Nagel Chef vom Dienst DJZ